Hyper Smash Kommunikation 21

Dienstag, 20. Februar 2018

VR in professioneller Dimension

In der Qualität der virtuellen Realität (VR) geht es sprunghaft voran. Die neuesten Simulationen zeigen eine Welt mit einer realistischen Tiefe kombiniert mit sehr feinen Details für die Betrachtung aus der Nähe.



Auf einmal bekommt man einen foto-realistischen Eindruck von "Weite", wenn man auf dem Gipfel eines Berges steht oder einen Eindruck von "Tiefe" und echter Perspektive, wenn man in einer Fabrikhalle steht. Statt laufen wird gehopst. Mit den Handcontrollern von HTC Vive peilt man eine Sprungmarke an und mit einem Klick wird die ganze Simulation nach vorne gezogen. Statt dem Controller kann man auch andere, virtuelle Werkzeuge benutzen und damit Maschinen bedienen.

Der Hammer aber ist, dass man mit dem Kopf in Maschinen und Konstruktionen eintauchen und diese durchlaufen kann. So kann man das Innenleben studieren und sich Teilenummern im laufenden Maschinenbetrieb anschauen. Die Einsatzmöglichkeiten im professionellen Bereich sind gigantisch.

In der heutigen Form ist die freie Laufzone auf circa 4 x 4 Meter limitiert. Mit einem komplett tragbaren Computer, bestehend aus Rechner, Batterien, Kabeln, Brille und Controller kann man sich in diesem Raum frei bewegen und die Simulation auskundschaften.

Ich bin beeindruckt! 

Der "HP Z VR Backpack" ist für den professionellen und dauerhaften Einsatz gedacht und gemacht. Der Rucksack kostet etwa $ 3.500. Ein Sim braucht man natürlich auch.




Mittwoch, 31. Januar 2018

Als Cyborg in der Tunnelbana

Neulich fahre ich in der Stockholmer U-Bahn. Es ist gar nicht so einfach eine Fahrkarte zu kaufen. Stockholm hat das Papier abgeschafft. Wie großartig! Man benutzt eine Chipkarte, wie wir sie vom Skilift oder vom Hotel kennen. Oder man lädt sich die Fahrkarte auf das eigene Implantat in der Hand. Dann kann man zwar auch noch mit Münzen oder Scheinen bezahlen, danach aber geht alles automatisch und kontaktlos, auch wenn die Kontrolleurin kommt, wie hier auf dem Foto. Hier ein Artikel.



Nach eigenen Angaben gibt es mittlerweile 3.000 Fahrgäste, die mit Chip statt Karte fahren.

Die technischen Möglichkeiten für Cyborgs werden sich immer weiter entwickeln. Elektronik ist nun so klein und leistungsstark geworden, dass sie wörtlich unter die Haut geht - wenn wir wollen. Wie wäre es mit einem Google EarBud, der 100 Sprachen simultan übersetzt - unter der Haut, statt im Ohr?

Die wirklich große Revolution kommt aber aus der Bearbeitung unserer eigenen DNA. Die Fortschritte in der Biologie mit CRIPR und CAS9 sind atemberaubend. Ob Klonhunde in China oder die Heilung von Erbkrankheiten in den USA, die Horizonte, die sich hier für das Leben eröffnen, sind umwerfend. Bedauerlicherweise haben wir in Deutschland mit dem GenTG eine restriktive Gesetzgebung - zudem findet eine öffentliche Diskussion zu diesem zukunftsweisenden Thema nicht statt.

PS. damit endet meine Serie über das Thema "Cyborgs"

Dienstag, 24. Oktober 2017

Exoskelette in hart und weich

Exoskelette sind externe, computergestützte Vorrichtungen, um den menschlichen Körper in seinen natürlichen Bewegungsabläufen zu unterstützen oder diese erst möglich zu machen.

Exosklette gibt es in "hart", also in aufwändigen Vorrichtungen, die für den jeweiligen Träger angefertigt werden müssen. Solche harten Exoskelette haben den Nachteil des hohen und andauernden Energieverbrauchs. Dazu kommt das aufwändige An- und Ablegen der Apparatur.



In der Variante "weich" wird ein Exoskelett wie eine Jogginghose oder -hemd abgezogen. In dieser Variante sind die Motoren flach und elastisch und es steht nicht viel Energie zur Verfügung. Folglich braucht es intelligente Steuerungselektronik, die den Zeitpunkt des erhöhten Energiebedarfs aus der körperlichen Bewegung heraus registriert und die Motoren zuschaltet. Wir kennen das von den integrierten Bewegungsabläufen (Mensch/Maschine) auf einem eBike.


(c) Techcrunch // ReWalk Boston

Militärische und zivile Nutzung neuer Technologien gingen schon häufig Hand in Hand. Der Hollywood-geprägte Mensch assoziiert solche Bilder meist (?) mit Terminatoren und seinen Kumpeln. In der zivilen Nutzung aber wird der Massenmarkt mit seinen schnellen Entwicklungszyklen und den dabei fallenden Stückpreisen diesen Technologien den Weg bereiten.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Gehirn zu Gehirn bis 2045?

Gestern fragte mich meine jüngste Tochter, 10, ob es denn bald Chips für das Gehirn gäbe.

Eine erstaunliche Entwicklung, wie sich schon die Jüngsten mit technologischen Entwicklungen beschäftigen, die für die Älteren entweder außerhalb der Vorstellungskraft liegen oder gleich rundweg als Werk des Teufels abgelehnt werden ("in einer solchen Welt will ich nicht leben").

Was gibt es schöneres für die Recherche als das Internet und siehe da, natürlich gibt es schon eine eigene Webseite auf Deutsch zu diesem Thema, dasgehirn.info, die auch gleich per Google Ads auf sich aufmerksam macht.

Stufe 1: die Kommunikation Gehirn/Computer per Badekappe oder EEG.

Stufe 2: die SchnittstelleMenschen können lernen, ihre Hirnaktivität durch Vorstellungen zu lenken. Computer können lernen, in diesen Veränderungen Muster zu erkennen. Eine solche Computer-​Hirn-​Schnittstelle ist die direkteste Kommunikation von Mensch und Maschine.

Stufe 3: der Chip direkt im Gehirn. Das könnte vorteilhaft sein für Menschen mit Querschnittlähmung, damit Steuerungssignale an Exoskelette direkt und nicht über das Rückenmark übertragen werden können.

Eine weitere Möglichkeit wären Nana-Roboter, die in einem Serum in Blutbahn gespritzt werden, wo sie eigenständig den Weg zum Stammhirn finden und sich dort fest ansiedeln, um die Kommunikation von Gehirn ins Internet zu übernehmen.

Fantasie? Gruselig?

Oder eine faszinierende Vorstellung, in der wir von Mensch zu Mensch auf der gesamten Welt direkt Kontakt aufnehmen können? Sprachbarrieren gibt es keine mehr, da wir Echtzeit-Übersetzungsdienste aus der Cloud in den Datenstrom hinzubuchen. Das Pentagon erwartet, dass diese Entwicklung bis 2045 Realität wird.



Sonntag, 15. Oktober 2017

Unter das Ohr?

Die neuen Pixel Ear Buds von Google bieten einige interessante Innovationen. Verbunden mit einem Pixel Smartphone kann man sich 40 Sprachen simultan beim Hören übersetzen lassen, wenn man den Ear Bud kurz antippt. Ein Druck auf den Ohrhörer öffnet den Google Assistant, um darüber auf Nachrichten oder Musik zugreifen zu können.



Faszinierend ist, dass die ganze Technologie so klein ist, dass sie in die Ohrmuschel passt. Wie geht das weiter? Ist in 5 Jahren die Technologie so klein, dass man sie unterhalb des Ohres unter die Haut schieben kann? Audio über Knochenschallübertragung gibt es heute schon, nur noch nicht implantiert. Das Kabel muss natürlich weg und eine Mini-Energiequelle muss her. Laden könnte man die Batterie mit Induktion, also über wechselnde Magnetfelder, ähnlich wie bei einer elektrischen Zahnbürste.


Der Ear Bud von Google kostet € 179.